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Autor: Christian Kurz

New Work Consultant and Agile Coach

Rauchentwicklung beim Prototypen – Wir machen den Smoke-Test

Gelernte Klempner und Elektriker werden sich jetzt sicher fragen, was das Smoke-Testing mit agilen Arbeitsmethoden zu tun hat.

Tatsächlich ganz schön viel. Beim Design Thinking und Design Sprint werden entwickelte (Produkt-)ideen vorab getestet. Eine Möglichkeit das zu tun ist das sogenannte Smoke-Testing. Was es mit dem Begriff auf sich hat und welche Vor- und Nachteile das Smoke-Testing hat, erfährst du in unserem Blogbeitrag.

Woher stammt der Begriff „Smoke-Testing“?

Das Smoke-Testing, auch „Rauchtest“ genannt, findet seinen Ursprung in handwerklichen Bereichen wie der Gas-/Wasserinstallation und der Elektrik, aber auch in der Softwareentwicklung. Bevor neue Gas- oder Wasserleitungen in Betrieb genommen werden, wird vorab als Probelauf Rauch in die Rohre gegeben, um etwaige Lecks zu finden. Dieselbe Technik wurde früher übrigens auch bei der Reparatur von Holzblasinstrumenten angewandt.

In der Elektronik kann während des ersten Inbetriebnahme Rauch entstehen, wenn die Verkabelungen fehlerhaft sind.
In allen Bereichen wird das Smoke-Testing als finaler Probelauf verwendet, bevor das jeweilige Produkt erstmalig in Betrieb genommen wird. Es handelt sich also um einen Funktionalitätstest. So hat sich der Begriff und der Test auch in der Soft- und Hardwareentwicklung etabliert.

Unterschied im Design Sprint und im Design Thinking

Anders als in den handwerklichen Bereichen wird der Smoke-Test von Nutzern anstatt von den Entwicklern durchgeführt. In den agilen Arbeitsmethoden kommt das Smoke-Testing hauptsächlich beim Testen digitaler Produkte zum Einsatz. Hierbei wird in den meisten Fällen ein Prototyp in Form einer Landingpage erstellt. So werden Nutzerreaktionen gesammelt und die Daten ausgewertet. Der Vorteil ist, dass die Nutzer nicht wissen, dass sie sich in einer Testsituation befinden und die Ergebnisse dadurch gar nicht verfälscht werden. Kleine Fehler in der Vorbereitung können jedoch auch die Testergebnisse beeinflussen.

Wie du Fehler beim Smoke-Test vermeiden kannst

Da kleine und scheinbare Fehler oft das Gesamtergebnis des Smoke-Testings verfälschen können, haben wir euch die wichtigsten hier notiert
  • 1. Die falsche Zielgruppe

    Die Frage nach der Zielgruppe ist ein wiederkehrendes Thema und auf keinen Fall zu unterschätzen. Auf den ersten Blick wird das Produkt konkret dargestellt, alle Inhalte sind vorhanden und erwecken bei den Nutzern einen positiven Eindruck. Wenn dann jedoch die falschen Nutzer angesprochen werden, kann dies zu falschen Ergebnissen führen. Wenn die Landingpage zum Beispiel über den eigenen Facebook-Account vertrieben wird und somit nur deren Follower erreicht werden, können diese das Produkt fälschlicherweise positiv bewerten. Bei der realen Zielgruppe scheitert der Prototyp jedoch, sofern dieser die potenziellen Käufer oder Kunden überhaupt erst erreicht.
  • 2. Zu viel vom Prototyp verlangen

    Es werden keine Abstriche oder Kompromisse gemacht. Der Prototyp muss alle Ideen wiederspiegeln und allen Beteiligten gerecht werden. Der Kern des Produkts muss vermittelt werden. Eine zu detaillierte Ausarbeitung frisst nur unnötig Zeit. Fail Fast, die Bereitschaft frühzeitig zu scheitern, sollte angestrebt werden.
  • 3. Den Fokus nur auf die eine Idee haben

    Zum einen sollte darauf geachtet werden, den Test früh genug durchzuführen und sich nicht so lange an der Detailausführung aufzuhalten. Zum anderen sollte man aber auch nicht zu früh zu testen. Der Prototyp muss aussagekräftig genug sein. Ein weiterer zeitlicher Aspekt betrifft vor allem die Zielgruppe. Wann ist diese aktiv? Welche Tageszeit oder welcher Wochentag spielt eine Rolle? Auch können, bei dem falsch gewählten Zeitpunkt des Tests, die Ergebnisse fälschlicherweise negativ ausfallen.
  • 4. Die falsche Werbestrategie

    Häufige Fehler sind hier, dass die falschen Kanäle ausgewählt und die richtige Zielgruppe gar nicht erst erreicht werden kann. Plattformen wie Facebook, Google oder LinkedIn bieten gute Möglichkeiten, die Zielgruppe einzugrenzen. Jedoch passiert hier häufig der Fehler, dass zu anfangs das ganze Budget verbraucht wurde, bevor beispielsweise der Facebook-Algorithmus die Kampagne optimiert hat. Wegen der Komplexität und Möglichkeiten zur Streuung von Kampagnen sollte dies einem Expertem im Online-Marketing anvertraut werden. Es wäre sehr schade, wenn eine gute Idee scheitert, weil sie falsch beworben wurde.
  • 5. Es ist offensichtlich ein Test

    Realistische (Kauf)-Bedingungen sind essentiell für das Smoke-Testing. Wenn der Nutzer vorab mit Sätzen wie „Sei der erste, der unseren Service nutzt“ empfangen wird, beeinflusst dies sein Verhalten. Es würde keine echte Reaktion hervorrufen, sondern eher eine Meinung zu. Ebenso wäre es falsch, die Teilnahme am Test mit einem Gutschein oder Ähnlichem zu belohnen. Die Ergebnisse würden nichts über das echte Kaufverhalten aussagen.
  • 6. Kein logischer Aufbau

    Ist der Test nicht logisch und konsistent aufgebaut besteht die Gefahr, dass die Ergebnisse verfälscht werden. Oft kann es passieren, dass sich der Prototyp über mehrere Tests hinweg zieht. Für die Auswertung muss hier darauf geachtet werden, dass eine Vergleichsbasis geschafften wird, um die Daten schlussendlich fehlerfrei auswerten zu können und dementsprechend ein aussagekräftig Testergebnis zu erhalten.

Fazit

Das Smoke-Testing scheint auf den ersten Blick recht simpel wirken. Jedoch kann Unachtsamkeit schnell zu einem fehlerhaften Ergebnis führen. Umso wichtiger, dass der Test gut vorbereitet ist und alle Fehlerquellen vorab beseitigt wurden. Es wäre bedauernswert, wenn eine erfolgsversprechende Idee zu Unrecht verworfen wurde, weil kein professionelles Smoke-Testing durchgeführt wurde. Unabhängig von der jeweiligen Idee haben Unternehmen mit dem Smoke-Testing immer die Möglichkeit ihre Zielgruppe besser kennen zu lernen. Schon allein deshalb lohnt sich ein Smoke-Testing immer.

Unternehmen haben mit dem Smoke-Testing immer die Möglichkeit, ihre Zielgruppe besser kennen zu lernen. Schon allein deshalb lohnt sich ein Smoke-Testing für dich auf alle Fälle.



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Die Rolle des CDO in der digitalen Transformation

Der Chief Digital Officer (CDO) ist die ranghöchste digitale Führungskraft in einem Unternehmen. Außerdem ist er maßgeblich für die erfolgreiche Umsetzung der digitalen Transformation eines Unternehmens zuständig.

Zunächst einmal zum Kern der Studie:

– 14 % der Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeiter

– 36 % der Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeiter

-56 % der Unternehmen mit 500 bis 1.999 Mitarbeiter und

– über 70 % der Unternehmen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern

geben an, eine entsprechende Position für den CDO geschaffen zu haben.

Das zeigt: Vor allem kleine und mittler Unternehmen (KMU) hinken bei der Besetzung der Position hinterher.

Der CDO ist zuständig dafür, dass Unternehmen auch in digitalen Märkten erfolgreich sind

Wenn ein Unternehmen also einen CDO eingesetzt hat, sind dessen Aufgaben klar definiert. Er ist zuständig für die Gestaltung und Umsetzung der digitalen Transformation. Hierfür muss er neue digitale Services, Produkte und Geschäftsmodelle entwickeln, aber auch das aktuelle Geschäftsmodell digital weiterentwickeln und optimieren. So soll ein CDO neue Absatz und Wachstumschancen aufbauen.

Die Umfrage umfasst außerdem, wo die Position denn angesiedelt ist: In mehr als 90 % im Top-Level Management.

CDOs setzen auf agile Tools wie Design Thinking oder Lean Startup

Ein guter CDO kombiniert sein digitales Fachwissen mit modernen Werkzeugen. Um ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung zu entwickeln, wird der Kunde miteinbezogen. So kann aus seinem Feedback gelernt werden und seine Bedürfnisse können bei der Entwicklung der Leistungen miteingebunden werden.

Keine Frage. Die digitale Transformation nimmt viel Zeit und „Trial and Error“(„Versuch und Irrtum“, Versuch bis passender Lösungsansatz gefunden wird) in Anspruch, und stößt bei manchen Mitarbeitern womöglich auf Widerstand.

Doch der Beruf eines CDOs ist enorm wichtig. Denn die Digitalisierung voran zu bringen, sollte zu den Kernaufgaben des Unternehmens gehören. Rund jedes zweite Unternehmen (48 %) gibt an, dass Wettbewerber aus der eigenen Branche, die frühzeitig auf Digitalisierung gesetzt haben, ihnen nun voraus seien. Dieser Wert ist innerhalb von 2 Jahren um 11 Prozentpunkte gestiegen.

Es gilt: Je länger Du bei der Umsetzung der Digitalisierung zögerst, desto schwerer ist es, den Abstand zum Wettbewerb einzuholen.

Momentan verzichtet noch rund jedes fünfte Unternehmen (22 %) auf eine Digitalstrategie. Doch jedes Unternehmen – unabhängig von der Größe – muss eine Digitalstrategie entwickeln, da digitale Technologien immer wichtiger für den Unternehmenserfolg und die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit werden.

Ähnliches zeigt sich bei den Investitionen. Nur jedes vierte Unternehmen (24 %) möchte in diesem Jahr in die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle investieren. Ähnlich viele (23 %) haben dies zumindest im letzten Jahr getan und wollen deshalb 2020 nicht investieren. 14 % der befragten Unternehmen haben noch nie in digitale Geschäftsmodelle investiert.

34 % der Unternehmen geben an, Probleme bei der Bewältigung der Digitalisierung zu haben. Was genau hindert Unternehmen daran, außer den Kosten (25 %), neue Technologien zur Digitalisierung einzusetzen?

– Anforderungen an den Datenschutz (79 %, 2019: 74 %)

– Anforderungen an die technische Sicherheit (63 %, 2019: 57 %)

– Fachkräftemangel (55 %, 2019: 48 %)

Fazit

Wir haben Dir das Berufsbild des CDO aufgezeigt und warum seine Aufgaben für den Unternehmenserfolg so wichtig ist. Und deswegen: überdenke Deine Digitalstrategie. Bist Du gewappnet für die Zukunft?


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Storyboards: Der erste Schritt zum Prototyp

Im Design Sprint und Design Thinking haben Storyboards noch eine weitere Aufgabe: sie geben dem Verfasser Feedback, ob die eigentliche Idee umsetzungstauglich ist, noch bevor diese Aufgabe der Prototyp übernimmt.

Diese Technik kann also als ein frühes Prototyping verwendet werden.

Storyboards werden immer nur von einer Person geschrieben. Ein Storyboard muss und sollte nicht perfektioniert werden. Es muss nur so detailliert wie nötig sein. Ein Storyboard sollte mit möglichst wenig Text auskommen und muss unbedingt selbsterklärend sein. Und ganz wichtig: jeder kann ein Storyboard verfassen. Das zeichnerische Können wird außen vor gelassen.

Wichtig ist, dass der Kern der Erzählung gut wiedergegeben wird. Ziel von jedem Storyboard ist, dass die Visualisierung der Konzeptidee und der Lösungsvorschlag sichtbar und nachvollziehbar dargestellt wird.

ERSTELLUNG EINES STORYBOARDS

Als erstes wird ein Gitter von ca. 15 Feldern gezeichnet. Dies kann auf Papier, auf einer freien Wand oder einem Whiteboard stattfinden. Man beginnt mit dem Storyboard immer im linken, oberen Feld des Gitternetzes. Hier wird die Eröffnungsszene dargestellt, also der Moment oder die Plattform, in der z.B der Kunde den ersten Kontakt zum Produkt hat. Beispiel dafür können die Websuche sein, die Zeitschrift mit einer Werbeanzeige, das Facebook oder Instagram Posting oder das Ladenregal, in welchem sich das Produkt befindet. Nun werden die einzelnen Felder befüllt. Das Team berät jeden einzelnen Schritt und der Zeichner bringt diesen aufs Papier. Notizen, ausgedruckte Fotos und Post-its aus der vorherigen Arbeit können hier sehr gut mit verwendet werden.

Das Storyboard hilft nicht nur dabei, die Konzeptidee zu visualisieren, sondern dient auch als Basis für die Entwicklung des Prototypen.

Als ein Teil der agilen Arbeitsmethoden findet sich das Storyboard im Design Sprint, Design Thinking und anderen Bereichen wieder.

Wichtig ist, dass der Kern der Erzählung gut wiedergegeben wird. Ziel von jedem Storyboard ist, dass die Visualisierung der Konzeptidee und der Lösungsvorschlag sichtbar und nachvollziehbar dargestellt wird.

Warum ein Storyboard bei anderen Prozessen weiterhelfen kann und wie es genau für dein Produkt oder deine Dienstleistung nützlich ist, erfährst Du in unseren Workshops

Erfahre mehr über unsere Workshops



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Agil Zusammenarbeiten trotz räumlicher Distanz

Im Homeoffice kann es schnell passieren, dass man leicht abgelenkt wird. Gerade am Anfang ist es schwer, die gewohnte Konzentration und Produktivität beizubehalten

Insbesondere der direkte, persönliche Kontakt zu den Kollegen im Büro ermöglicht kurze Absprachen und hilft so, kleinere Probleme schnell zu meistern. Aber auch im Homeoffice ist der effiziente Austausch über diverse Programme möglich.

Workflow optimieren

Die Produktivität und Strukturierung zu optimieren ist nichts Neues. Seit jeher wird versucht, den Workflow nicht nur intern, an verschiedenen Projekten im Team, sondern auch extern, im Kontakt mit Kunden, zu optimieren. Wir benutzen für verschiedene Projekte in unserer Agentur ein Kanban Board, um unseren Workflow visuell darzustellen und so für alle zu optimieren.

Das Kanban-Prinzip wurde bereits in den Vierzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts von Toyota in Japan entwickelt. In der Grundversion ist das Kanban Board in drei Spalten unterteilt: To Dos, Bearbeitung und erledigt.

Das Kanban Board

Auf dem Kanban Board werden mithilfe von Post-its projektbezogene Aufgaben platziert, und je nach Arbeitsstand in die verschiedenen Spalten eingetragen. So können alle auf einen Blick sehen, was zu tun ist und in welchen Bereichen Probleme gelöst werden müssen.

Ein physisches Kanban Board in Büro zu haben, biete zwar so einige Vorteile, beispielsweise können gleichzeitig mehrere Leute damit arbeiten. Es gibt dafür aber einen entscheidenden risigen Nachteil: Das Board befindet sich zentral in einem Büro. Gerade in Zeiten von Homeoffice und mobiler Arbeit ist dass also ein Hindernis. Dafür gibt es aber natürlich eine Lösung.

Unsere digitale Lösung

Wir haben deshalb, direkt nachdem wir unser Kanban Board organisierten, nach einer digitalen Lösung gesucht, auf die alle Mitarbeiter auch unterwegs oder im Homeoffice zugreifen können.

Dazu nutzen wir Trello. Dort können wir verschiedene Boards für die unterschiedlichen Projekte anlegen. Zudem können entsprechende Teams für die jeweiligen Projekte angelegt werden, das hilft dabei unseren Workflow zu optimieren und besser zu organisieren.

Aufgrund der großen Beliebtheit und der großen Verbreitung von Trello ist es zudem möglich, die verschiedenen Boards direkt über Projektmanagement-Tools wie Microsoft Teams anzusehen und mit dem Team zu besprechen.



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6 Gründe warum du agiles Arbeiten brauchst

Lange Teambesprechungen zehren an Deiner Motivation? Du möchtest keine Projekte, die sich über Monate ziehen und die am Ende sowieso über den Haufen geworfen werden? Du möchtest lieber schnellere Ergebnisse sehen, die auch beim Kunden gut ankommen?

Wenn das auf Dich zutrifft, dann ist dieser Beitrag genau das richtige für Dich. Hier sind 6 Gründe, warum Du agiles Arbeiten in Deinem Unternehmen brauchst und Deine Arbeit dadurch effektiver wird.

Lange Meetings aber kein Ergebnis?

Jeder kennt es, man sitzt in einem Team-Meeting und es wird über ein wichtiges Projekt gesprochen, aber Du hast das Gefühl alles wird wiederholt und es gibt auch keine neuen Ideen mehr. Man geht aus der Besprechung, weiß gar nicht, was der Auftrag ist oder welche neuen Themen besprochen wurden.

Meetings, bei denen ich ein Teil des Gesprächs bin und nicht nur schweigend dabei sitze, die bringen mich voran. Meetings, bei denen alle zusammenarbeiten und eine Idee aus der anderen entsteht, bei denen habe ich ein gutes Gefühl. Meetings, aus denen ich mit neuen Ideen und Anreizen für meine Projekte herausgehe, spornen mich an.

Was kann man unter Agilität verstehen?

Bevor ich Dir „agiles Arbeiten“ erkläre, möchte ich zuallererst auf Agilität alleine eingehen. Agilität wurde von 17 Softwareingenieuren entwickelt, welche die Softwarebranche revolutioniert haben. Hierfür verfassten sie das „Agile Manifest“ (2001 veröffentlicht), in dem 4 Werte die Grundstruktur des agilen Arbeitens ausmachen. Hinzu kommen noch 12 Prinzipien, die in dem Agilen Manifest zu finden sind und denen sie folgen.

Hinter dem Wort „Agilität“ steckt das Reagieren auf Veränderungen durch äußere Bedingungen, sich Schritte festzulegen und im Fokus zu behalten. Des Weiteren die Zusammenarbeit als Team und die Aufrechterhaltung von grundlegenden Wertemustern. Quasi ein flexibler Umgang auf eintreffende äußere Bedingungen durch Eigeninitiative. Generell lässt sich Agilität auch als ein Mindset verstehen, dass einem hilft mit bestimmten Situationen effektiv umzugehen.

Um so mehr man sich an diese Art zu denken gewöhnt, um so besser kann man auf Ungeplantes reagieren. Hinzu kommt, dass bei Agilität schon im Vorhinein ungeplante Ereignisse mit eingeplant werden. Dies wirkt sich auf die ganze Entwicklung aus und hilft bestimmte Situationen herbeizuführen. Dadurch wird an das Ganze selbstbestimmt herangegangen und nicht reaktiv, wie bei der Flexibilität.

6 Gründe warum du agiles Arbeiten brauchst

1. Anpassungsfähigkeit

In der heutigen Zeit entwickeln sich Trends immer schneller, um hier mit im Rennen zu bleiben, ist Anpassungsfähigkeit eine Grundvoraussetzung. Oft man eine ganz genaue Vorstellung von einer Idee und möchte diese auch genauso umsetzen. Wenn eine unvorhergesehene Veränderung kommt, ist es wichtig, in diesem Moment flexibel und anpassungsfähig zu reagieren.

2. Interdisziplinäre Teams

Ich glaube, einige Leute unterschätzen die Macht unterschiedlichen Denkens. Erst durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Personen aus unterschiedlichen Bereichen bringt es dem Produkt das Gewisse etwas. Denn durch das unterschiedliche Wissen wird der Einzelne mehr gefordert und ein Mehrwert für das Produkt entsteht.

3. Flache Hierarchie

Oft passiert es in hierarchischen Strukturen, dass Personen auf tieferen Positionen sich davor scheuen ihre Meinung zu sagen. Oder, dass die Personen, die eine höhere Position im Unternehmen haben, sich gar nicht die Meinungen und Ideen der anderen anhören. Dies ist bei einer flachen Hierarchie nicht der Fall. Hier ist jedem das gleiche Recht zugesprochen und man begegnet sich auf Augenhöhe. Dadurch entstehen mehr Ideen, die auch zusammen kritisch hinterfragt werden, bis man dann die beste Idee aus allen auswählt.

4. Kommunikation

Kommunikation ist die Basis des agilen Arbeitens. Jedoch ist hier die richtige Kommunikation im echten Leben gemeint und nicht über irgendwelche Medien. Hierbei schafft man Klarheit, wer ist an welchem Schritt und wer hat welche Aufgaben. Nur wenn die Kommunikation offen und direkt verläuft, können die Prozesse reibungsloser verlaufen.

5. Transparenz

Damit das Produkt oder die Idee am Ende wirklich funktionieren, ist Transparenz schon bei den kleinsten Arbeitsschritten wichtig. Transparenz untereinander, mit den Kollegen und aber auch mit dem Kunden. Dadurch werden die Projektfortschritte sichtbar gemacht. Woraus folgt, dass es besser nachvollzogen und aufeinander aufgebaut werden kann.

6. Regelmäßiger Kundenkontakt

Das Ziel des Ganzen ist es, den Kunden zufriedenzustellen. Daher ist es von Vorteil ihn von Anfang an mit einzubeziehen. Regelmäßige Absprache über die bereits gemachten Schritte bauen Vertrauen auf und bringen auch meist wichtige Informationen mit sich.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Methoden eine gewisse Dynamik in dein Unternehmen bringen, die Du dir nicht vorstellen hättest können. Also solltest Du sie ausprobieren, sodass Du die Vorteile selbst siehst. Entscheidend ist jedoch, dass Agilität nicht nur vom Umsetzten unterschiedlicher Methoden kommt, sondern dass es ein Mindset ist, dass Du wirklich verinnerlichen solltest, damit Du auch auf spontane Veränderungen richtig reagieren kannst.


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